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Honigglas, Bienenwachs, Propolis, gelbe Blumen

Neue Honig-Kennzeichnung ab Februar 2024: Das musst du wissen!

Honig ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Er enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Enzyme, Vitamine, Mineralien und Antioxidantien. Doch nicht jeder Honig ist gleich. Je nach Herkunft, Sorte und Verarbeitung kann die Qualität und der Geschmack stark variieren. Um dir als Verbraucher mehr Transparenz und Sicherheit zu bieten, hat die Europäische Union eine neue Kennzeichnungspflicht für Honig eingeführt, die ab dem 1. Februar 2024 gilt. Was bedeutet das für dich und worauf solltest du beim Honigkauf achten? In diesem Artikel erfährst du was wichtig ist.

Woher kommt der Honig?

Bisher mussten die Hersteller nur das Ursprungsland des Honigs angeben, wenn er aus einem einzigen Land stammte. Wenn der Honig aus mehreren Ländern gemischt wurde, reichte die Angabe „Mischung von Honig aus EU-Ländern“ oder „Mischung von Honig aus Nicht-EU-Ländern“ oder „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“. Das war oft wenig aussagekräftig, denn es gab keine Informationen über die genauen Herkunftsländer, die Sorten oder die Verarbeitungsmethoden.

Mit der neuen Pflicht zur Honig-Kennzeichnung müssen die Hersteller nun alle Länder angeben, aus denen der Honig stammt, und zwar in absteigender Reihenfolge nach Gewichtsanteil. Zum Beispiel: „Mischung von Honig aus Deutschland (30%), Spanien (25%), Rumänien (20%), Brasilien (15%) und China (10%)“. Außerdem müssen sie die Sorte des Honigs angeben, wenn sie eine besondere Eigenschaft oder Qualität hat, wie zum Beispiel „Akazienhonig“, „Lavendelhonig“ oder „Heidehonig“. Wenn der Honig einer bestimmten geografischen Herkunft zugeordnet werden kann, muss diese ebenfalls angegeben werden, wie zum Beispiel „Honig aus der Provence“ oder „Honig vom Bodensee“.

Wie wird der Honig verarbeitet?

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der die Qualität und den Geschmack des Honigs beeinflusst, ist die Verarbeitung. Honig kann auf verschiedene Arten behandelt werden, um ihn haltbarer, klarer oder flüssiger zu machen. Dabei können aber auch wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen oder unerwünschte Rückstände entstehen.

Mit der neuen Kennzeichnungspflicht müssen die Hersteller nun angeben, ob der Honig einer der folgenden Behandlungen unterzogen wurde:

  • Erhitzen über 45°C: Dies kann dazu führen, dass Enzyme und Vitamine zerstört werden und der Honig an Aroma verliert.
  • Filtrieren: Dies kann dazu führen, dass Pollen und andere natürliche Bestandteile entfernt werden, die dem Honig seine charakteristische Farbe, Konsistenz und Herkunft verleihen.
  • Ultrafiltrieren: Dies ist eine noch intensivere Form der Filtration, die den Honig fast vollständig von seinen natürlichen Bestandteilen befreit und ihn zu einem fast reinen Zuckerprodukt macht.
  • Invertieren: Dies ist ein chemischer Prozess, bei dem der Honig mit Säuren oder Enzymen behandelt wird, um den Saccharosegehalt zu reduzieren und die Kristallisation zu verhindern. Dabei können aber auch unerwünschte Nebenprodukte wie Hydroxymethylfurfural (HMF) entstehen, die gesundheitsschädlich sein können.

Die Angabe dieser Behandlungen muss in Klammern hinter dem Namen des Honigs erfolgen, zum Beispiel: „Blütenhonig (erhitzt)“ oder „Waldhonig (filtriert und invertiert)“.

Was bedeutet das für dich?

Die neue Kennzeichnungspflicht für Honig soll dir als Verbraucher mehr Klarheit und Wahlmöglichkeit bieten. Du kannst nun besser erkennen, woher der Honig kommt, welche Sorte er ist und wie er verarbeitet wurde. So kannst du dich für den Honig entscheiden, der deinen Vorlieben und Erwartungen entspricht.

Wenn du Wert auf einen naturbelassenen und hochwertigen Honig legst, solltest du auf folgende Kriterien achten:

  • Der Honig stammt aus einem einzigen Land oder einer bestimmten Region, die eine gute Imkerei-Praxis und einen hohen Umweltstandard gewährleistet.
  • Der Honig hat eine spezifische Sorte, die einen besonderen Geschmack oder eine besondere Qualität hat.
  • Der Honig wurde nicht erhitzt, filtriert, ultrafiltriert oder invertiert, sondern nur schonend geschleudert, gesiebt und abgefüllt.

Solche Honige findest du oft bei lokalen Imkern, auf Bauernmärkten oder in Bio-Läden. Sie sind meist etwas teurer als die industriell verarbeiteten Honige, aber dafür bekommst du ein echtes Naturprodukt, das dir und deiner Gesundheit gut tut.

(Quelle: Deutscher Imkerbund e.V.)

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