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Einfacher Plätzchenteig zum Ausstechen (Grundrezept)

Plätzchenteig – hhhmmm! Erinnerst du dich Dich, als Du mit Mama das erste Mal Weihnachtsplätzchen gebacken hast? Gut, bei mir war es der Papa, denn Papa ist bei uns der Küchenchef. Ich durfte immer beim Backen helfen und die Plätzchen ausstechen. Und so stand ich in der Küche auf meinem Schemel und wir haben zusammen „Ausstecherle“ gebacken. So heißen bei uns in Süddeutschland die klassischen Mürbeteigplätzchen. „In der Weihnachtsbäckerei“ war auch immer DER Hit und ich wusste, jetzt dauert es nicht mehr lange bis das Christkind kommt.  

Mittlerweile ist mein eigener Sohn erwachsen, aber noch immer backe ich zur Weihnachtszeit diese wundervollen Ausstecher-Plätzchen. Ok, erwischt: nicht nur an Weihnachten, denn das einfache Buttergebäck ist so lecker, dass es auch unter dem Jahr gibt – nur da nenne ich sie dann schlichtweg Kekse.

Bester Plätzchenteig - wie von Oma

Hier kommt mein bestes Ausstechplätzchen-Grundrezept – so hat sie meine Oma und mein Papa schon gemacht und so backe ich sie auch. Das Teigrezept funktioniert immer. Die Weihnachtskekse schmecken herrlich nach feiner Butter, zergehen quasi auf der Zunge und sind einfach nur lecker. Grundteig ist ein klassischer Mürbeteig. Du kannst aber auch wie ich in diesem Fall einen gerührten Mürbteig zubereiten. Der Keksteig ist schnell gemacht und auch deshalb eignen sich dieses Plätzchen Rezept ganz hervorragend zum Backen mit Kindern.

Diesen Plätzchenteig musst du unbedingt probieren, denn er ist …

  • … schnell und einfach gemacht.

  • … fein buttrig und herrlich zart.

  • … vielseitig verwendbar für verschiedene Plätzchensorten

  • … zum Backen mit Kindern geeignet

  • … prima geeignet zum Einfrieren

Zutaten die du für den Plätzchenteig zum Ausstechen brauchst

  • 250 g Mehl – am besten verwendest Du hier einfaches Mehl, Type 405 für helles Gebäck. Da es hier in Deutschland quasi das „Standard-Mehl“ ist, hast Du es bestimmt zuhause.
  • 90 g Zucker – einfacher weißer Haushaltszucker ist hier die beste Wahl.
  • 125 g Butter – für dieses Rezept verwenden wir weiche Butter. Nimm die Butter einige Zeit vorher aus dem Kühlschrank.
  • 1 Ei – ich verwende für meine Rezepte frische Eier der Größe M.
  • Vanille-Aroma nach Geschmack

Auf Backpulver und andere Backtreibmittel kann bei diesem Rezept verzichtet werden. Die Plätzchen werden auch so herrlich mürbe und zart.

Damit die Weihnachtskekse auf dem Plätzchenteller besonders schön aussehen benötigst Du noch ein Ei und diverse Zuckerstreusel zur Dekoration. Aber auch mit Schokostreusel, Kuvertüre oder einfach nur Staubzucker sehen die Kekse toll aus. Ganz besonders schön sehen die fertigen Plätzchen aus, wenn Du sie mit einem einfachen Zuckerguss und bunten Streuseln garnierst.

So gelingt dir der Plätzchenteig – Zubereitung

Für den Teig die Butter in kleine Stückchen schneiden. Zusammen mit den anderen Zutaten in eine Rührschüssel geben. Nun alle Zutaten entweder mit einer Küchenmaschine (*) oder mit den Knethaken eines Handrührgeräts verkneten. Den Butterteig knetest du zum Schluss mit den Händen zu einem glatten Teig und formst eine Kugel daraus.

Plätzchenteig Grundrezept Zutaten
Plätzchenteig Grundrezept
Plätzchenteig Ruhezeit

Die Teigkugel nun in Frischhaltefolie wickeln (oder in eine luftdichte Dose packen) und zum Ruhen mindestens für 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Du kannst den Teig für die Ausstechplätzchen auch schon am Tag vorher vorbereiten und über Nacht kalt stellen.

Nun den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 5 Minuten auf Zimmertemperatur aufwärmen lassen.

Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder einer Silikonbackmatte(*) nicht zu dünn ausrollen. Ich empfehle eine Teigdicke von 4-5 mm. Damit der Teig beim Ausrollen gleichmäßig wird, empfehle ich Dir ein Wellholz mit Abstandsringen(*).

Nun tauchst du das Ausstechförmchen(*) deiner Wahl kurz in Mehl und los geht’s. Die Teigreste die entstehen kannst du wieder zu einem großen Teigstück zusammenkneten, erneut ausrollen und dann weitere leckere Plätzchen ausstechen.

Die ausgestochenen Plätzchen nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 8-10 Minuten golden-gelb backen bis sie am Rand leicht hellbraun sind. Aber Achtung: Die Butterplätzchen sehen noch relativ „unfertig“ aus, wenn sie aus dem Ofen müssen, aber das täuscht.

Nimm das Backblech vorsichtig aus dem Ofen und zieh die Plätzchen zusammen mit dem Backpapier vorsichtig zum Abkühlen auf ein Kuchengitter (*). Die ausgestochenen Kekse sind noch weich, wenn sie aus dem Ofen kommen. Erst wenn sie ganz abgekühlt sind, bekommen sie ihre typische mürbe Konsistenz.

Weihnachtsplätzchen auf dem Backblech

Möchtest du das Buttergebäck mit Zuckerstreuseln verzieren, denk dran, dass du die Ausstecher vor dem Backen mit verquirltem Eigelb bestreichen und mit Zuckerstreuseln bestreuen musst. Für eine Schokoladenglasur oder eine Deko mit Zuckerguss wird nach dem Backen aufgetragen.

Mein Tipp:

Manchmal kann Plätzchenteig ausrollen ein bisschen tricky sein – zu dick, zu dünn, er klebt fest. Ich empfehle dir zum Ausrollen des Teiges ein Wellholz mit Abstandshaltern*. Damit wird der Teig überall gleichmäßig dick. Und damit er nicht an der Unterlage festklebt und sich die ausgestochenen rohen Plätzchen gut von der Unterlage lösen verwendest du am besten eine Backmatte*. So gelingen dir deine Plätzchen perfekt.

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Plätzchen verzieren – das Beste zum Schluss

Damit deine Ausstecher zum echten Highlight werden, kannst du sie nach Lust und Laune verzieren. Ob mit Zuckerstreuseln, Schokoladenglasur, Royal Icing oder einfach nur mit Puderzucker bestäubt – deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Möchtest du deine Ausstecherle mit bunten Zuckerstreuseln verzieren, musst du vor dem Backen ans Dekorieren denken. Streiche dazu die ausgestochenen Teigfiguren mit Eigelb ein und verteile bunte Zuckerstreusel ganz nach Belieben.

Ich habe mich in dem Fall für eine Dekoration nach dem Backen entschieden. Dazu verwende ich Puderzucker und Wasser. Hierzu verrührst Du Puderzucker teelöffelweise mit kaltem Wasser bis eine nicht zu flüssige und nicht zu feste weiße Masse entsteht. Diese kannst Du, wenn Du möchtest noch mit Speisefarbe einfärben. Dann bestreichst Du das ausgekühlte Gebäck dünn mit der Zuckermasse und verteilst bunte Zuckerstreusel darauf. Danach gut trocknen lassen.

Wie lange ist Plätzchenteig im Kühlschrank haltbar?

Du kannst frischen Plätzchenteig im Voraus zubereiten. Wickle ihn fest in Frischhaltefolie oder lege ihn ein eine luftdichte Dose. So kannst du ihn bis zum Backtag ca. 3-4 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Kann man Plätzchenteig einfrieren?

Einmal „groß“ vorbereiten und dann für längere Zeit immer wieder frische Plätzchen backen? Kein Problem! Du kannst den Plätzchenteig auch problemlos einfrieren. Luftdicht verpackt kannst du den Teig bis zu drei Monate im Gefrierfach aufbewahren.

Weihnachtsplätzchen, Ausstecher, Ausstecherle

Damit Dir die Ausstechplätzchen gut gelingen hier ein paar Tipps und Tricks (FAQ)

Was tun, wenn der Plätzchenteig bröselt?

Vermutlich hat sich die Butter noch nicht richtig mit den restlichen Zutaten verbunden. Arbeite den Teig mit der Hand nach und knete ihn zu einem glatten Teig. Aber nicht zu lange, da er sonst noch bröseliger wird. Ist der Teig immer noch krümelig, gib teelöffelweise geschmolzene Butter, Milch, Wasser oder Nussmus zu.

Was tun, wenn der Teig zu weich ist?

Es kann sein, dass Dein Teig noch zu warm ist. Lass ihn nochmals 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Ist er dann immer noch zu weich, kannst Du auch zusätzlich esslöffelweise Mehl unterkneten. Aber Achtung: nicht zu viel, sonst wird der Teig zu trocken.

Was tun, wenn sich der Keksteig nicht ausrollen lässt, weil er zu hart ist?

Kommt der Teig direkt aus dem Kühlschrank ist er noch sehr hart und bröckelt. Lass ihn kurz auf Zimmertemperatur aufwärmen und verarbeite ihn dann. Es kann auch sein, dass Du zu wenig Butter im Teig selbst verarbeitet hast, oder aber zu viel Mehl für die Verarbeitung auf deine Arbeitsfläche gegeben hast. Du kannst den Teig auch zwischen zwei Lagen Folie ausrollen oder eine Silikonbackmatte (*) verwenden.

Wie lange kann ich den Plätzchenteig im voraus vorbereiten?

Den Teig für einfache Ausstechplätzchen kannst du, wie jeden normalen Mürbteig, schon am Vortag vorbereiten. Wichtig ist, dass er kein Backpulver enthält. Forme den Teig zu einer glatten Kugel und wickle ihn in ein Stück Frischhaltefolie ein oder verstaue ihn in einer luftdichten Frischhaltedose. So kann der fertige auch über Nacht im Kühlschrank ruhen.

Wie lange wird der Plätzchenteig gebacken?

Die ungebackenen Plätzchen je nach Dicke im vorgeheizten Backofen auf 175° Ober- und Unterhitze ca. 10-12 Minuten goldgelb backen. Achtung! Die fertigen Kekse sind noch weich, wenn Du sie aus dem Backofen nimmst. Deshalb auf dem Blech abkühlen lassen, damit sie nicht zerbrechen.

Kann ich den Plätzchenteig einfrieren?

Dieser Grundteig eignet sich perfekt zum Vorbereiten und Einfrieren. Verpacke den Teig dazu luftdicht, wasserdicht und aromadicht. So ist er bis zu drei Monaten im Tiefkühler haltbar. Da der Grundteig Ei enthält, solltest du ihn langsam im Kühlschrank auftauen lassen.

Wie lange sind die Mürbeteig-Plätzchen haltbar?

Bevor Du die Plätzchen aufbewahrst müssen sie gut auskühlen und die Glasur gut getrocknet sein. In einer verschließbaren Blechdose an einem kühlen, trockenen Ort gelagert, kannst Du Deine Weihnachtskekse ca. 8 Wochen aufbewahren.

Rezeptkarte: Einfacher Plätzchenteig (Grundrezept)

Einfacher Plätzchenteig – Grundrezept

  • Wellholz mit Abstandhalter*
  • Kuchengitter*
  • Backmatte*
  • 250 g Mehl (Type 405 für helles Gebäck. Da es hier in Deutschland quasi das „Standard-Mehl“ ist, hast Du es bestimmt zuhause.)
  • 90 g Zucker (einfacher weißer Haushaltszucker ist hier die beste Wahl.)
  • 125 g Butter (für dieses Rezept verwenden wir weiche Butter. Nimm die Butter einige Zeit vorher aus dem Kühlschrank.)
  • 1 Ei ( ich verwende für meine Rezepte frische Eier der Größe M.)
  • Vanille-Aroma nach Geschmack
  1. Für den Teig die Butter in kleine Stückchen schneiden. Zusammen mit den anderen Zutaten in eine Rührschüssel geben. Nun alle Zutaten entweder mit einer Küchenmaschine (*) oder mit den Knethaken eines Handrührgeräts verkneten. Den Butterteig knetest du zum Schluss mit den Händen zu einem glatten Teig und formst eine Kugel daraus.
  2. Die Teigkugel nun in Frischhaltefolie wickeln (oder in eine luftdichte Dose packen) und zum Ruhen mindestens für 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Du kannst den Teig für die Ausstechplätzchen auch schon am Tag vorher vorbereiten und über Nacht kalt stellen.
  3. Nun den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 5 Minuten auf Zimmertemperatur aufwärmen lassen.
  4. Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder einer Silikonbackmatte (*) nicht zu dünn ausrollen. Ich empfehle eine Teigdicke von 4-5 mm. Damit der Teig beim Ausrollen gleichmäßig wird, empfehle ich Dir ein Wellholz mit Abstandsringen(*).
  5. Nun tauchst du das Ausstechförmchen(*) deiner Wahl kurz in Mehl und los geht’s. Die Teigreste die entstehen kannst du wieder zu einem großen Teigstück zusammenkneten, erneut ausrollen und dann weitere leckere Plätzchen ausstechen.
  6. Die ausgestochenen Plätzchen nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 8-10 Minuten golden-gelb backen bis sie am Rand leicht hellbraun sind. Aber Achtung: Die Butterplätzchen sehen noch relativ „unfertig“ aus, wenn sie aus dem Ofen müssen, aber das täuscht.
  7. Nimm das Backblech vorsichtig aus dem Ofen und zieh die Plätzchen zusammen mit dem Backpapier vorsichtig zum Abkühlen auf ein Kuchengitter (*). Die ausgestochenen Kekse sind noch weich, wenn sie aus dem Ofen kommen. Erst wenn sie ganz abgekühlt sind, bekommen sie ihre typische mürbe Konsistenz.

Wie lange ist Plätzchenteig im Kühlschrank haltbar?

Du kannst frischen Plätzchenteig im Voraus zubereiten. Wickle ihn fest in Frischhaltefolie oder lege ihn ein eine luftdichte Dose. So kannst du ihn bis zum Backtag ca. 3-4 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Kann man Plätzchenteig einfrieren?

Einmal „groß“ vorbereiten und dann für längere Zeit immer wieder frische Plätzchen backen? Kein Problem! Du kannst den Plätzchenteig auch problemlos einfrieren. Luftdicht verpackt kannst du den Teig bis zu drei Monate im Gefrierfach aufbewahren.

Du suchst noch mehr Inspiration? Dann schau doch mal auf meinem Pinterest-Account vorbei

Plätzchenteig - Pinterest Pin

Wenn du noch mehr einfache Grundrezepte entdecken möchtest, schau schnell mal bei meinen cleveren Grundrezepten vorbei. Hier findest Du z.B. ein supereinfaches Grundrezept für Kürbispüree, das als Basis für so viele herbstliche Gerichte dient.
Auch mein Grundrezept für leckere Overnight Oats steht in der Rubrik – ein leckeres, gesundes Frühstück für alle die es morgens eilig haben.

4 Comments

  • Auch eine Bine

    Liebe Bine , gefühlt das beste Plätzchenrezept ever . Ich habe gleich nochmal Spitzbuben davon gemacht, etwas Zitronenschale beigefügt.

    • Bine

      Hallo liebe Bine 🙂
      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar. Da freu ich mir doch gleich ein Loch in die Mütze, wie schön, dass Du den Plätzchenteig auch so genial findest wie ich.
      Hab eine tolle Vorweihnachtszeit. <3

      Sei lieb gegrüßt von der Bine

  • Kathrin Bürger

    So alt wie ich bin, hab dich heute mit 64 meine ersten Weihnachtsplätzchen nach diesem Rezept gebacken. Das unmögliche wurde war, sie gelangen und schmecken herrlich. Morgen werde ich sie verzichten und freu mich darauf! Nur beim ausstechen ging der Teich etwas schlecht aus den Förmchen obwohl ich die in Mehl tauchte.
    Aber ich freue mich einfach darüber!
    Danke fürs tolle Rezept und die Tipps dazu!
    Kathrin Bürger

    • Bine

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar, Kathrin 🙂
      Oh das freut mich … für die ersten Weihnachtsplätzchen ist es nie zu spät <3

      Ich wünsch dir eine schönen Vor-vorweihnachtszeit und lass dir deine "Premierenplätzchen" schmecken.

      Alles Liebe von der Bine

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